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Neu im Club der Besten

Der Club der Besten traf sich in Altdorf bei Nürnberg. Beim jüngsten Seminar unter Leitung von Bashar Hassoun, dem Chef der Akademie für Qualitätsmanagement (AfQ), und organisiert von Tanja Hühnken (AfQ)  ging es um die Frage, wie man beispielsweise mit Vertretern von Zertifizierungsunternehmen umgeht. 

Stephan JosephZum ersten Mal durfte ich im Club der Besten zugegen sein. Meine Erwartungen waren hoch, und sie wurden sogar übertroffen. Thema, Inhalt und Atmosphäre der Begegnung zeichnen ein faszinierendes Bild vom Qualitätsmanagement. Die erste Erfahrung lässt auf ein höchst interessantes Jahr 2017 im Zeichen der Qualität schließen.

Stephan Joseph von der Joseph Beratung aus Leverkusen berichtete unter anderem vom Umgang mit schwierigen Auditoren und verriet hilfreiche Tipps zum besseren Verständnis. Die Karriere eines QM-Managers zum Compliance-Beauftragten schilderte Stephan Klein von der Licharz GmbH, Buchholz. Er sieht die Entwicklung als nahtlose Folge an, da „der Compliance-Beauftragte praktisch das Gleiche wieder Qualitätsmanager macht“, meinte Klein – nur eben mit deutlich ausgeweitetem Kompetenzfeld.

Mehr zum Thema lesen Sie in der nächsten Industrial Quality. Das Heft erscheint am 1. März.

(Georg Dlugosch)

www.industrial-quality.de 

Mit schwierigen Auditoren auskommen: Stephan Joseph von der Joseph-Beratung setzt unterschiedliche didaktische Methoden ein und präsentiert seine Erfahrungen. Foto: Dlugosch

Control in Stuttgart bietet

große Zahl von Lösungen zur Messtechnik

Frickenhausen, 23.01.17. Mit einer Vielfalt an Detaillösungen und Komplettsystemen rückt die Control wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Die internationale Fachmesse für Qualitätssicherung bietet vom 9. bis 12. Mai in Stuttgart Produkte und Dienstleistungen von der Messtechnik über die Werkstoffprüfung, Analysegeräte, Optoelektronik, Bildverarbeitung und Vision-Systeme bis zur Qualitätssicherung.

Die Ansprüche der produzierenden Unternehmen durch Industrie 4.0 sowie den Einsatz von 3D-Messtechnik und industrieller Bildverarbeitung steigen immens. Dadurch ergeben sich für die Anbieter neue Herausforderungen. Die Antworten der Hersteller werden dem internationalen Fachpublikum an der 31. Auflage der Leitmesse, die vom 9. bis 12. Mai in Stuttgart stattfindet, präsentiert.

Einen wesentlichen Anteil am technologischen Stand der industriellen Qualitätssicherung haben auch Forschungsinstitute, Hochschullabore, Institutionen und wissenschaftliche Vereinigungen. Oft sind sie die Initiatoren für neue Lösungsansätze oder Ideengeber für innovative Entwicklungen. Die Control bietet alles auf, was in dieser Branche Rang und Namen hat. Mehr als 900 Aussteller (2016: 914 Aussteller aus 31 Staaten) präsentieren das Angebot an Hard- und Software für die Qualitätssicherung. Die Kooperation mit führenden Institutionen und Meinungsbildnern aus allen Segmenten unterstützt ebenfalls die industrielle Qualitätssicherung.

Langjährige Kooperationspartner wie das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie die Fraunhofer-Allianz Vision sind vertreten. Das Fraunhofer IPA führt zum zehnten Mal das Eventforum durch. Aus Anlass des Jubiläums beschäftigt sich das Forum mit dem Themenkomplex „Qualität im Wandel der Zeit – Blick auf ein Jahrzehnt und die Zukunft der Qualitätskontrolle“. Die Fraunhofer-Allianz Vision veranstaltet zum 13. Mal die Sonderschau „Berührungslose Messtechnik“. Am zweiten Stand der Fraunhofer-Allianz Vision geht es um den Schwerpunkt „Monitoring entlang des Produktlebenszyklus mit Bildverarbeitung“. Der Siegeszug der industriellen Bildverarbeitung (IBV) und der Vision-Systeme in allen Segmenten der Qualitätssicherung wird von der European Machine Vision Association (EMVA) seit dem vergangenen Jahr als Kooperationspartner und mit den „Control Vision Talks“ unterstützt.

Die „Control Vision Talks“ beschäftigen sich mit den technologischen Themenfeldern 3D-Messtechnik (World of 3D: From 6-DoF to Point Cloud), der optischen Messtechnik (Optical Metrology: Offline – At line – Inline), und der Bandbreite der Messtechnik (Metrology throughout the wole spectrum: From Infrared to Hyperspectral).

Zu den Kooperationspartnern zählt auch das Unternehmen Xpertgate. Das herstellerneutrale Portal zeichnet für die Recherche und die Ausarbeitung des Control-Spezial-Messeführers „Bildverarbeitung“ verantwortlich. Die TQU Group regelte die Vergabe des Kompetenzpreises Baden-Württemberg organisiert.

www.control-messe.de

Control

Besucher während der Fachmesse Control in Stuttgart. Foto: Schall


 

Rekordumsatz für sehende Maschinen aus Deutschland

Die deutsche Bildverarbeitungsbranche boomt: Mit Bildverarbeitungssystemen lernen Maschinen und Roboter das Sehen. Die Bildverarbeitung hat sich als Schlüsseltechnologie durchgesetzt. Sie kommt im Automationsbestreben der klassischen Industriezweige weltweit verstärkt zum Einsatz. Gleichzeitig erobert sie weitere Branchen und Anwendungsgebiete. 2016 dürfte sich der Wachstumskurs laut VDMA-Prognose mit einem Umsatzplus von 8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro fortsetzen.

Die Bildverarbeitungsindustrie hat 2015 den Rekordumsatz von zwei Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb von zehn Jahren hat sich damit der Umsatz der Branche verdoppelt.

Maschinen und Roboter erhalten durch industrielle Bildverarbeitung praktisch ein Augenlicht. Das „revolutioniert die Automation rund um den Globus“, erklärt Dr. Horst Heinol-Heikkinen, Vorstandsmitglied VDMA Industrielle Bildverarbeitung und Geschäftsführer Asentics, „die Nachfrage wird wesentlich von in Deutschland entwickelter Technologie getrieben, mit der sich die Qualitätssicherung in der Fertigung oder Diagnosemöglichkeiten in der Medizin entscheidend verbessern lassen.“

Diese Entwicklung schlägt sich für die deutsche Bildverarbeitungsindustrie in hervorragenden Umsatz- und Wachstumszahlen nieder, betont Heinol-Heikkinen: „Die Zukunftsaussichten sind exzellent.“
Allein im Heimatmarkt verzeichnete die Branche 2015 ein Umsatzplus von 13 Prozent. Beim Export liegt das europäische Ausland an der Spitze: Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 23 Prozent. Asien folgt mit 21 Prozent, wobei China alleine für neun Prozent am Gesamtumsatz steht. „Beeindruckend“ nannte Heinol-Heikkinen das Wachstum im Reich der Mitte, das bei 19 Prozent liegt. Ebenfalls wachstumsstark ist Nordamerika mit einem Plus von acht Prozent. Die USA, Kanada und Mexiko machen zusammen zwölf Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Für 2016 rechnet die Branche in Asien mit einem Umsatzplus von 15, in Amerika mit 14 Prozent und in Europa mit fünf Prozent. Während Asien und Amerika als Wachstumsmotoren identifiziert werden, bleibt man bei der Einschätzung der Entwicklung in Europa vorsichtig. Die Entwicklung der Rohstoffpreise, die Wechselkurse und nicht zuletzt politische Krisen können sich als Risiken erweisen.

Bildverarbeitung in den Branchen
Der weltweite Trend zur Automatisierung verschiedener Einsatzfelder und die Digitalisierung der industriellen Fertigung im Zeichen von Industrie 4.0 sind Treiber für das weitere Wachstum der industriellen  Bildverarbeitung. Aufgeschlüsselt nach Branchen bleibt die Automobilindustrie weltweit stärkster Kunde mit 22 Prozent am Gesamtumsatz. Der Umsatz von industrieller Bildverarbeitung stieg 2015 um neun Prozent.

Nach dem kräftigen Rückgang im Jahr 2011 sind die Umsätze in der Branche kontinuierlich gewachsen und haben 2015 das Rekordniveau von damals übertroffen. Die Elektro- und Elektronikindustrie – einschließlich Halbleiterbranche – war mit einem Anteil von knapp 13 Prozent  der zweitgrößte Kunde. In der Elektronikfertigung steigt der Bedarf an Bildverarbeitung für die Qualitätssicherung höherwertiger Produkte. Im Bereich der Bildschirmherstellung (TFT/FPD-Industrie) kommt eine neue Generation an Displays auf den Markt, die höhere Auflösungen und Datenverarbeitungen verlangt.

Mit der industriellen Bildverarbeitung entwickeln Unternehmen weltweit die intelligente Fabrik der Zukunft. Der Grund: Keine andere Komponente im Produktionsprozess ist in der Lage, mit Hilfe der „sehenden Funktion“ so viele Daten zu sammeln und den Systemen zu übermitteln wie die Bildverarbeitung. Maschinen, die „sehen“ und „verstehen“, können nicht nur erkennen, ob ein Bauteil gut oder schlecht ist, sondern in der Folge eine intelligente Handlung steuern. In der Smart Factory werden auf dieser Datenbasis beispielsweise eigenständig Logistikaufträge erteilt, automatische Reparaturaufträge versandt oder menschliche Hilfe angefordert. Darüber hinaus ermöglicht die Datenanalyse der Bildverarbeitung, den Verschleißzustand zu erkennen oder Wartungszyklen zu steuern. Die industrielle Bildverarbeitung ist damit Wegbereiter und Schlüsseltechnologie bei den Herausforderungen von Industrie 4.0.

Nicht-industrielle Anwendungen
Die Innovations- und Wachstumsaussichten sind in den nicht-industriellen Branchen besonders groß. Die nicht-industriellen Anwendungen tragen mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 16 Prozent pro Jahr (2011 bis 2015) maßgeblich zum Umsatzwachstum von Bildverarbeitung aus Deutschland bei. Die Nachfrage in der Verkehrstechnik, der Medizintechnik und der Logistik steigt stärker als in der industriellen Fertigung. Ein hohes Potenzial wird zudem in der Landwirtschaft gesehen.

Anne Wendel

VDMA Robotik + Automation

Industrielle Bildverarbeitung

www.vdma.org/vision

2017 Pocket Guide Control Seite 1




















INDUSTRIAL QUALITY

startet nach einer Ruhephase neu. Ab März 2017 gibt es wieder neue Ausgaben der Fachzeitschrift für industrielle Qualitätssicherung unter neuer Herausgeberschaft und mit neuem Team. In den News und bei Terminen finden Sie ab sofort wieder aktuelle Informationen.

KNOW-HOW

Fachmesse Vision 2016

Stuttgart bleibt Branchentreffpunkt Nummer eins für die industrielle Bildverarbeitung: Die VISION hat mit einem Aussteller- und Besucherplus geschlossen. Für alle, die sich mit dem Thema Bildverarbeitung befassen, ist und bleibt die VISION das Branchenhighlight“, freut sich Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Die Vielzahl an Produktpremieren wie auch zahlreiche Firmenjubiläen, die gefeiert wurden, unterstreichen, dass die VISION eine Veranstaltung mit internationaler Strahlkraft ist“, ergänzt Thomas Walter, Bereichsleiter Industrie & Technologie der Messe Stuttgart. 

 

Die Bildverarbeitungsbranche weltweit boomt – von dieser Markteuphorie profitiert auch die Fachmesse in Stuttgart. „Die hohen Besucherzahlen, die Zunahme der Internationalität und das große Interesse an Bildverarbeitung freut uns immens. Die VISION hat ihren Status als Weltleitmesse wieder unter Beweis gestellt“, resümierte Dr. Olaf Munkelt, Geschäftsführer MVTec Software und Vorsitzender des Vorstands der VDMA Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung. „Insbesondere die Qualität der Gespräche und das gesteigerte Interesse an Bildverarbeitung haben bestätigt, dass die Bildverarbeitungstechnologie neben der Fabrikumgebung längst unseren Alltag erobert hat. Dies wurde auch durch das Trendthema Embedded Vision deutlich. Wir freuen uns schon heute auf die VISION 2018.“

 

Trendthemen als Besuchermagnet

 

Die Messe Stuttgart startete 2016 mit einem leichten Ausstellerplus (+ 2 Prozent) und einem gestiegenen Auslandsanteil (+ 3 Prozent, 57 Prozent insgesamt). Sie verzeichnete auch ein Besucherplus von 13 Prozent. Der Anteil der Besucher aus dem Ausland ist gestiegen. „Bildverarbeitung ist die Technologie, die Robotik und Automatisierung erst möglich macht“, erklärt Florian Niethammer, Teamleiter der VISION, „und die Messe ist die einzige Veranstaltung weltweit, auf der sich alle Anwender über das komplette Spektrum der Bildverarbeitungstechnologie informieren können.“

Insbesondere die Trendthemen Embedded Vision, Hyperspectral Imaging und 3-D-Bildverarbeitung lockten fast 10.000 Besucher aus 58 Ländern nach Stuttgart. Niethammer: „Das kam bei unseren Ausstellern gut an. Die Firmen haben angemerkt, dass der Besucherzuwachs deutlich zu spüren war und hoben die hohe Qualität der Kontakte hervor.“ 

Zahlen und Fakten

Die Vision im Film

www.messe-stuttgart.de/vision

Mit Hilfe der „sehenden Funktion“ sammelt die Bildverarbeitung Daten und übermittelt sie an Systeme, um Produktionsprozesse zu steuern. Maschinen, die „sehen“, können Bauteil prüfen und intelligente Folgeprozesse auslösen.

Foto: Dlugosch

 

 

Ende der IT & Business:

Marktresonanz zu gering

Die Geschichte hat die IT & Business eingeholt: Sieben Jahre nach dem Start der Fachmesse als Nachfolgerin der Systems, die in München stattfand, kommt das Ende als eigenständige Messe. Die Messe Stuttgart erklärt, sie will die Themen zur Informations- und Kommunikationstechnologie neu strukturieren.

2016 IT-Business Messe Stuttgart

Die IT & Business als eigenständiges Messeformat am Standort Stuttgart wird es nicht mehr geben. „Das Konzept der IT & Business hat an Akzeptanz verloren. Unsere Kunden wünschen sich ein anderes Format", sagt Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart.

2016 Logo IT-und-Business-Messe

„Auf diese Marktresonanz reagieren wir“ erklärt Kromer, „unsere Aufgabe ist jetzt, ein neues Konzept vorzulegen und es mit unseren Partnern zu diskutieren.“ Andere Formate wie ein Kongress oder als Begleitausstellung seien möglich. 

 

Blick auf die IT & Business 2016: „Showcase Smart Factory“ hieß es in diesem Bereich. Foto: Messe Stuttgart 

Die IT & Business begann 2009 als Fachmesse für Software, Infrastruktur sowie IT-Service und zog mehr als 300 Aussteller an. Durch die Kooperation mit dem Fachverband Software des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der seine PPS-Hausmesse integrierte sowie die Zusammenarbeit mit dem Verband Organisations- und Informationssysteme (VOI) hatte die Fachmesse einen Grundstock an Ausstellern und Interessenten. Die Besucherzahlen stiegen – auch durch die Integration der DMS Expo 2010 – auf 11.000, aber die Hoffnungen der Veranstalter erfüllten sich nicht. Jetzt ist ein anderes Profil gefragt. (dlu)

 

IT & Business 2012